Lyrics & Music

Lyrics & Music

 MACUA Quartett

Unter dem Titel „Sound-World-HóMakhá-Klang Welt" singen, spielen und sprechen Michael Rudigier, Bernd Wallaschek, Hardy Schölch und Nils Rudigier alias MACUA über die Geschöpfe der Natur, über Wünsche und Träume, und natürlich über die Liebe. Untermalt werden die Texte mit meditativen Melodien und Klangwolken von Didgeridoo, Indianerflöten, verschiedenen Gitarren, Mundharmonika, Saxophone, Bass Klarinette, Querflöte, Schamanen Trommel und Cajon. So führt das Konzert die Zuhörer hinaus aus dem Alltag in ferne Welten. In einer entschleunigten Atmosphäre treffen die Gedankenwelten von Ureinwohnern verschiedener Kontinente auf die inneren Stimmen vierer Musiker, die sich für dieses Projekt gesucht und gefunden haben.

                       

                                                                                            Hörbeispiele:   siehe unten ...zum reinhören

 

Konzerte Termine:

 

Sa.   02.12.2017    MACUA Trio Nacht der Musik Kath. Kirche Görwihl   21:45 - 22:15 Uhr

So.    17.12.2017     MACUA Duo Warm Up Café Görwihl   18:00 Uhr

So.    14.01.2018   MACUA Trio Neujahrskonzert Kath. Kirche Rickenbach   18:00 Uhr

Sa.    17.03.2018   MACUA Duo Spitalkirche Breisach   20:00 Uhr

 

Neu CD MACUA Quartett LIVE 2017

Live Mitschnitt im TAO Theater Stuttgart und Altkatholische Kirche Bad Säckingen.

Preis:                      15 € zzgl. Versandkosten

Bestellung:          Mail:   tomawho@macua.de

Lyrics & Music - Tomawho & Blondie

Preis:                       15 € zzgl. Versandkosten

Bestellung:           Mail:   tomawho@macua.de

...zum reinhören - ...to listen:

Presseberichte:

Benefizkonzert mit Botschaft

 

Das Duo Tomawho & Blondie erspielte in der Kirche in Niederwihl 614 Euro für Flüchtlinge.

GÖRWIHL-NIEDERWIHL. Mit dem Wolf tanzen und den Vögeln fliegen: Einen viel umjubelten Auftritt bot das Duo Tomawho & Blondie (Michael Rudigier und Bernd Wallaschek) am Sonntagabend in der gut besuchten Kirche in Niederwihl. Die Kollekte nach dem Konzert unter dem Titel "Lyrics & Musics" war zwar für die Arbeit des Görwihler Asylhelferkreises vorgesehen. Es war jedoch ein anderer politischer Anlass, der dem Auftritt seine sinnfällige Aktualität verlieh. Vor dem Hintergrund der kürzlich in Paris zu Ende gegangenen UN-Klimakonferenz wurde das Konzert zu einer musikalisch und lyrisch sehr berührenden Mahnung zur Reflektion über das herrschende Wertesystem sowie den Umgang mit der Natur, dem Leben – der Schöpfung im Allgemeinen.

 

Tomawho und Blondie erzählen. Sie beschreiben den Tanz des Wolfes, den Flug von Adler, Rabe und Milan und den Gesang der Wale. Sie bilden Weiten und Tiefen geheimnisvoller, verträumter Landschaften ab, deren Klagen über Raubbau und Zerstörung sie zugleich gekonnt in atmosphärischen Klangbildern einzufangen und zu spiegeln wissen. In Deutsch und in der Indianersprache Lakota beschreiben sie etwa im Lied "Mein sehendes Herz" Werte wie Liebe, Freiheit und Hoffnung.

In sehr gelungener Weise kombiniert das Duo dabei traditionelle Instrumente indigener Völker, wie Trommeln, Flöten, Didgeridoo und Panflöte mit den von Wallaschek gekonnt dargebotenen Gitarrenriffs eines "gezähmten" Blues. Das Heulen des Wolfes, Vogellaute, das Rauschen des Wassers und das Pfeifen des Windes finden Eingang in einen meditativ anmutenden Klangcluster, der dankbarerweise zu keiner Zeit Gefahr läuft, dem esoterischen Kitsch oder dem Habitus einer anklagenden Liedermacherei anheimzufallen.

 

Stellvertretend für das begeisterte Publikum, das es zum tosenden Applaus nicht mehr auf den Kirchenbänken hielt, brachte Diakon Günter Kaiser den Dank zum Ausdruck: "Ihr habt unser Herz berührt!" Freuen kann sich der Asylhelferkreis Görwihl, der am kommenden Donnerstag, 17. Dezember, rund 80 Flüchtlinge und Asylbewerber in Empfang nehmen wird, über eine Kollekte in Höhe von 614 Euro.

 

Von Hrvoje Miloslavic

 

Wind und Wellen musikalisch gebannt

Klänge von Liebe, Hoffnung und Mitgefühl

Gernsbach (eah) – Zwei Hotzenwälder haben sich der Naturmusik verschrieben. Im Kirchl Obertsrot legten sie am Freitagabend vor einem kenntnisreichen Publikum eine Probe ihres Könnens ab. Dieses umfasst – mit Ausnahme des Klaviers – den ganzen Kosmos von Instrumenten, darunter ein „Loop“ genanntes Spielzeug, das „Blondie“ Bernd Wallaschek (Rockmusiker, Pädagoge und Bandleader aus Herrischried) wie folgt erklärt: „Mit diesem Gerät kann man zu Beginn eines Stücks gespielte Klangfolgen reproduzieren und gleichzeitig dazu etwas Neues spielen.“ So entstand manchmal der Eindruck einer viel größeren Combo.

Sein Partner, „Tomawho“ Michael Rudigier aus Görwihl, verstand es, mit echt klingenden Wolfsrufen das erste Stück einzuleiten. In späteren, alle aus der eigenen Werkstatt stammenden Titeln, verstand er es auch, die Stimmen von Milan, Singvogel Rabe und Wal ins Programm zu integrieren. Auch Wind und Wellen wurden mit Instrumenten musikalisch gebannt, zuletzt gar durch Partner Blondie mit Hilfe eines unglaublich geschickt über die Saiten seiner E-Gitarre gleitenden Akkuschraubers – authentisch dank sinnvoll und gekonnt eingesetzter Technik. Doch die Kunst der Beiden ging weit über diese Naturklangwelt hinaus.

Tomawho, so der indianische Name des Visionärs, Malers, Autors, Musikers und Leiters der Worldmusic-Gruppe Macua – Tomawho & Friends (www.macua.de) bringt außer seinem Gesang, den Tierlauten und seiner Lyrik auch seine profunde Beherrschung von Didgeridoo, Indianerflöten, „Schamanen-Rahmentrommel“ zur Geltung. In der Moderation wechselten sich die Musiker ab. Die Gesinnung wurde sowohl musikalisch durch die ins Lakota-Indianisch übersetzte und von Tomawho auch in Deutsch gesungene Lyrik als auch durch eine musikalisch untermalte Lesung von Julia Williams vermittelt. Da geht es um den „inneren Adler“ und die „unendliche Weite“ eines Fließens von Freiheit, die der Abhängigkeit, Ablenkung und Manipulation enthoben ist.

Im Tanz der Büffel zeigte sich die Kehrseite der Freiheit, nämlich als die um 1830 noch auf 60 Millionen Stück geschätzten Bisonherden, deren jagdbare Exemplare von den Prärie-Indianern als ihre Existenz-Grundlage, vollständig verwertet wurden, durch die eingewanderten Weißen wegen aller möglichen Einzelnutzungen (außer dem Fell auch als Leder für Treibgurte oder „Zunge blau“ als Delikatesse) im Jahr 1888 auf 60 Stück dezimiert worden waren. Die heute wieder renaturierten Büffel stellen mit 30 000 freilebenden Exemplaren wahrscheinlich die erste Tierart dar, die durch Schutzmaßnahmen gerettet werden konnte.

Die Gelassenheit eines Adlers beim Fliegen

Tomawho setzte seine Klangkörper diskret und passend zur Lyrik ein. Eine fast mannshohe slowakische Hirtenflöte, Fujara, passte sich dem hauptsächlich lakota-indianisch inspirierten Euphonion (Schönklangwelt) des Abends an, wie das australische Basshorn (Didgeridoo) mit seinen matallischen Urtönen sowie die von „Blondie“ gezupfte, griechische Busuki-Mandoline und seine ins Mikro gehaltene Mundharmonika. "Es geht um Liebe, Hoffnung und Mitgefühl für alles, was im Universum existiert. Diese Gelassenheit eines Adlers beim Fliegen zu erreichen, ist mein Lebensziel geworden, um in der unendlichen Weite des EINEN Herzens dahinzugleiten", liest man in seinem 2012 publizierten Booklet "Love Lyrics". Diese Botschaft brachten Tomawho und sein kongenialer Partner bei ihrem Auftritt im Kirchl in jeder Hinsicht kunst- und geschmackvoll zum Ausdruck. www.st-erhard-kapelle.de

 

 

DACHSBERG (Karin Stöckel-Steinebrunner Badische Zeitung 28.05.2013)

Auf ihrer "Lyrics & Music Tour 2013 gastierten Tomawho (Michael Rudigier) und Blondie (Bernd Wallaschek) am Sonntag in der Kirche in Hierbach. Tomawho stammt aus Görwihl. Als Leiter der Worldmusic-Gruppe MACUA bereist und bereichert er seit vielen Jahren die Region mit seinen, den australischen Ureinwohnern und den nordamerikanischen Indianern abgelauschten, meditativen Klängen und naturphilosophischen Gedanken. Mit Blondie, dem großen Blonden mit dem schwarzen Hut, Wahl-Giersbacher und landauf, landab als Rockmusiker und Bandleader bekannt, hat seine Musik einen unterschwelligen Drive erhalten, eine rhythmische Prägnanz, die als Kontrast dazu auch die lyrischen Momente noch stärker zum Tragen bringt.

Der Rocker Blondie lebt im Gegenzug in den Gesängen Rudigiers seine sanfte Seite aus, hat indes zugleich mit dem genialen Spielzeug zu seinen Füßen, einem Loop-Gerät, ein Mittel in der Hand, um sein Können auf seinem Instrument, der Gitarre, gebührend zur Geltung zu bringen. Mit diesem Gerät kann er die zu Beginn eines Stückes oder eines Abschnitts der Komposition gespielte Klangfolge reproduzieren und gleichzeitig dazu etwas Neues spielen. So entstehen komplexe Strukturen mit solistischen Einlagen.

Gemeinsam mit Tomawho nutzt Blondie aber nicht nur ausgefeilte Technik, macht sich Echo- und Halleffekte zunutze, sondern Tomawho selbst setzt auch immer wieder gekonnt seine spezielle Blastechnik ein, die ihre Wirkung nicht verfehlt. Durch die Zirkularatmung erzeugt er einen ununterbrochenen Ton, einen in sich pulsierenden Grundklang des Lebens quasi. Mit dem Gefühl fürs effektive Detail kommt nicht nur eine handelsübliche Bohrmaschine als anschwellendes und abflauendes Hintergrundgeräusch des Windes zum ungewohnt fantasievollen Einsatz, werden nicht nur gezielt einzelne Trommelschläge oder Glockentöne eingesetzt. Die verschiedenen Flöten Rudigiers bereichern zudem die Klangfarbenpalette. So interpretieren die beiden Musiker etwa ein reines Instrumentalstück mit der Fujara, einer traditionellen, langen, senkrecht gehaltenen slowakischen Hirtenflöte, zu der eine ohne Plektron gespielte, also nur gezupfte akustische Gitarre hinzutritt, oder sie verkörpern in ihrer Musik mit den Gleitklängen von Slide-Gitarre und Didgeridoo die "Seelen im Wind".

Illustrierend und Atmosphäre schaffend kommen Rudigiers Nachahmungen von Tierlauten hinzu, das Heulen des Wolfes etwa oder der Schrei des Milans. Wenn Tomawho Texte rezitiert, teils in deutscher Sprache, teils in der der Lakota-Indianer, hat seine Stimme zumeist einen verträumten, beschwörenden oder nach innen gerichteten Gestus. Er horcht in die Natur und zugleich in sich hinein, verfolgt den nächtlich-freien Lauf der Wölfe, den Tanz des Vogels im Wind, sucht beinahe faustisch nach dem einen, dem glücklichen Augenblick.

Mit gezielten kurzen Gesangseinlagen, bei denen sie die ansonsten ganz versunkenen Zuhörer auch einmal zum Mitsingen animierten, ergänzten die Beiden ihre seelenvolle, in sich schlüssige Performance.